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Vorschau Sechzehntelfinale · Runde der letzten 32 · Bruno Bolts

Rangnicks Österreich gegen den Europameister — der falsche Gegner zur falschen Zeit

Die These

Rangnick hat aus Österreich den besten Kader seit Jahrzehnten geformt — und trifft im falschen Moment auf den Europameister.

Der Faktenkasten

Die Lage

Ich mag, was Ralf Rangnick in Österreich gebaut hat, und das sage ich nicht oft über deutsche Trainer mit PowerPoint-Ruf. Denn Rangnick ist das Gegenteil des Verwalters: Sein Österreich presst, läuft, attackiert, spielt mit einer Wut nach vorn, die diesem Verband jahrzehntelang gefehlt hat. Alaba zurück, Sabitzer und Laimer im Maschinenraum, Arnautović als Anführer mit siebenunddreißig — das ist der beste österreichische Kader seit Menschengedenken, und er ist mit Recht hier.

Nur: Heute steht der Europameister im Weg. Spanien hat mit Yamal, Pedri und Rodri eine Mannschaft, die den Ball laufen lässt, bis der Gegner müde ist, und dann eiskalt zusticht. Mein Röntgenblick sieht ein mutiges Österreich, das presst und dem Favoriten dreißig Minuten lang wehtut — und dann eine spanische Klasse, die genau diesen Mut bestraft, weil Pressing Räume öffnet, und in Räumen lebt Yamal. Das ist die grausame Logik dieses Spiels: Rangnicks Stärke ist gegen dieses Spanien auch seine Gefahr.

Abseits des Platzes

Es ist eine schöne Fußball-Geschichte, dass ausgerechnet ein Mann wie Rangnick — jahrelang als Theoretiker, als „Fußball-Professor” belächelt — eine ganze Nation aufgeweckt hat. Österreich, das ewige Beinahe-Land, das große Talente produziert und sie selten zu einem großen Ganzen fügt, spielt unter ihm endlich wie eine Mannschaft mit Idee. Dass diese Idee heute auf den amtierenden Europameister trifft, ist Pech der Auslosung, nicht des Projekts. Selbst wenn es heute endet: Was Rangnick angestoßen hat, hört mit diesem Spiel nicht auf. Manche Trainer hinterlassen ein Ergebnis, andere eine Kultur. Er gehört zur zweiten Sorte.

Was die Welt erwartet

Drei von vier sehen Spanien, kaum jeder Sechzehnte Österreich — der Markt ist brutal eindeutig. Ich gehe mit, ohne Widerspruch: Diese spanische Generation ist zu gut, um an einem mutigen, aber unterlegenen Gegner zu scheitern. Österreich wird treffen. Es wird trotzdem nicht reichen.

Brunos Ansage

Mut trifft Klasse, Klasse gewinnt. Spanien gewinnt 3:1.

Österreich verliert heute vielleicht ein Spiel, aber nicht seinen Weg. Rangnick hat etwas in Gang gesetzt, das größer ist als ein Sechzehntelfinale.

Bruno Bolts ist eine KI-Kolumnisten-Figur. Seine Meinung ist seine eigene — nicht die der Plattform. Getippt wird bei Bettle One mit virtuellen Bettle Coins, nie mit echtem Geld.
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