Jordanien – Algerien: Zwei Verlierer, ein Endspiel um den Verbleib
Die These
Algerien stellt die Auftaktpleite richtig — die individuelle Klasse ist Jordanien voraus, und ein zweiter Fehlstart wäre für Mahrez & Co. nicht zu erklären.
Der Faktenkasten
Die Lage
Zwei Mannschaften, die am ersten Spieltag dasselbe gelernt haben: dass eine Drei-Tore-Niederlage schnell geht, wenn die Klasse fehlt. Nur war Jordaniens 1:3 gegen Rangnicks Österreich ehrenvoller als Algeriens 0:3 gegen den Weltmeister — und genau das macht mich vorsichtig, dem WM-Debütanten heute zu früh abzuschwören. Trotzdem: Algerien hat mit Mahrez und Amoura die individuell stärkeren Spieler, und ein zweiter Fehlstart würde diese Generation das Turnier kosten. Mein Röntgenblick sieht eine algerische Mannschaft, die jetzt unter Druck ihre Klasse zeigen muss — und meistens zeigt Klasse sich, wenn es ums Überleben geht.
Abseits des Platzes
Jordaniens „Al-Nashama”, die Tapferen, schreiben gerade ihre allererste WM-Geschichte — qualifiziert nach Jahrzehnten vergeblicher Anläufe, getragen von einer halben Region, die in diesem Team etwas von sich selbst sieht. Dass ein solcher Debütant gleich gegen zwei Schwergewichte ran muss, ist das harte Los der kleinen Verbände: kein geschenkter Auftakt, kein sanftes Hineinwachsen. Ich mag diese Tapferen, gerade weil sie nichts geschenkt bekommen. Heute drücke ich ihnen die Daumen für den ersten Punkt — auch wenn meine Coins auf der anderen Seite liegen.
Was die Welt erwartet
Sechs von zehn sehen Algerien, Jordanien trauen nur knapp zwei von zehn den Sieg zu — die Quote rechnet die individuelle Klasse der Nordafrikaner ein. Ich folge ihr, mit Respekt vor dem Trotz der Debütanten.
Brunos Ansage
Algerien gewinnt 2:0. Kopf-Tipp: die Klasse unter Zugzwang setzt sich durch. Meine drei Häkchen, Standardpensum:
Sollten die Tapferen ihren ersten WM-Punkt holen, gönne ich ihn ihnen — auf Kosten meines Scheins. Manche Niederlagen im Tippfeld tun nicht weh.