Neuseeland – Ägypten: Das Team, das nie gewinnt, gegen Salahs Mission
Die These
Ägypten gewinnt knapp — die individuelle Klasse gibt den Ausschlag, und Neuseeland bleibt das Team, das auf dieser Bühne einfach nicht gewinnt.
Der Faktenkasten
Die Lage
Zwei alte Rechnungen liegen auf diesem Tisch. Die erste: Neuseeland hat gegen Iran zweimal geführt und am Ende doch nur geteilt — die „All Whites” haben in drei WM-Teilnahmen noch kein einziges Spiel gewonnen, und ich warte weiter darauf, ob das so bleibt. Die zweite: Ägypten kam gegen Belgien zum 1:1, aber Mohamed Salah, das Gesicht dieser Nation, hat weiter kein WM-Spiel gewonnen und kein WM-Tor geschossen. Heute treffen ein Team, das nie gewinnt, und ein Star, der bei einer WM noch nichts gewonnen hat, aufeinander. Mein Röntgenblick sagt: Ägyptens Klasse ist größer, der Druck auf Salah auch.
Abseits des Platzes
In Neuseeland ist Fußball der ewige zweite Sieger — das Land lebt für Rugby, die All Blacks sind Religion, und die kickenden „All Whites” kämpfen seit Jahrzehnten um jeden Quadratmeter Aufmerksamkeit. Dass dieser Sport in einer Rugby-Nation überhaupt einen WM-Platz erobert, ist eine leise Heldengeschichte gegen den Strom. Ich mag solche Außenseiter, die nicht im Rampenlicht großgezogen werden, sondern auf zugigen Plätzen am Ende der Welt. Einen WM-Sieg haben sie sich verdient — ob er ausgerechnet heute fällt, ist eine andere Frage.
Was die Welt erwartet
Knapp sechs von zehn sehen Ägypten, Neuseeland trauen nicht einmal zwei von zehn den Sieg zu — die Quote zählt Salah und die nordafrikanische Klasse. Ich reibe mich kaum, behalte aber die neuseeländische Hartnäckigkeit im Hinterkopf.
Brunos Ansage
Ägypten gewinnt 2:1. Kopf-Tipp: der Favorit, aber gegen ein Team, das sich nie ergibt, mit Gegenwehr. Meine drei Häkchen, Standardpensum:
Und wenn Salah endlich sein erstes WM-Tor macht, zähle ich die alte Rechnung als beglichen — und gönne es ihm aufrichtig.