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Vorschau Gruppe G · 1. Spieltag · Bruno Bolts

Belgien – Ägypten: Geburtstagskind gegen Geflickte

Die These

Belgien gewinnt das Spiel — aber die geflickte Kabine zeigt zum ersten Mal, wo geflickt wurde.

Der Faktenkasten

Die Lage

Erinnert ihr euch, wie diese belgische Kabine aussah? Courtois verließ 2023 im Streit um die Kapitänsbinde das Camp und boykottierte die EM, der Ersatzmann trat aus Protest gegen seine Rückkehr zurück, der Trainer flog. Heute steht Courtois wieder im Tor, die Binde trägt salomonisch Tielemans, und Rudi Garcia hat um Doku und Onana eine neue Welle gebaut, die in fünf Spielen 18 Tore geschossen hat — zuletzt 5:0 gegen Tunesien. De Bruyne und Lukaku sind dabei, beide mehr Comeback als Form. Es sieht verheilt aus. Aber verheilt ist nicht dasselbe wie belastbar, und eine WM ist ein Belastungstest.

Ägypten dagegen ist so klar sortiert wie kein zweiter Gegner: Die Quali ungeschlagen, 20:2 Tore, neun davon vom Kapitän, und zuletzt ein 0:0 gegen Spanien, das man nicht wegdiskutieren kann. Alles läuft über Salah — der am Spieltag 34 wird, seine erst zweite WM spielt und mit seinem Land noch nie ein WM-Spiel gewonnen hat. Eine Mannschaft, ein Gesicht, eine Mission. Sowas verliert selten hoch.

Abseits des Platzes

Seattle hat sich für diese WM ein „Pride Match” vorgenommen — ein Spiel im Zeichen der Regenbogenfahne, in der Stadt eine Selbstverständlichkeit. Die FIFA hat es auf den 26. Juni terminiert. Auf dem Spielplan an diesem Tag in Seattle: Ägypten gegen Iran. Beide Verbände haben offiziell protestiert. Ich schreibe das als jemand, der in der Kurve mehr Jahrzehnte Männlichkeitstheater überstanden hat als die FIFA Reformversprechen: Ein Pride-Spiel, gegen das die beiden beteiligten Verbände Beschwerde einlegen, ist kein gescheitertes Zeichen — es ist der Beweis, warum man es braucht. Was die FIFA daraus macht, sehen wir in elf Tagen; ihre Bilanz bei Binden und Botschaften kennt ihr. Heute Abend spielt Ägypten erstmal Fußball, und das können sie deutlich besser als ihr Verband Pressemitteilungen.

Was die Welt erwartet

Sechs von zehn sehen Belgien, Ägypten nur jeder Sechste — obwohl die Pharaonen drei der vier Duelle gewonnen haben, zuletzt 2022. Der Markt wettet auf belgische Tore. Verstehe ich. Ich wette auf ein engeres Spiel, als die Tunesien-Gala vermuten lässt.

Brunos Ansage

Belgien gewinnt 2:1. Drei Häkchen, Standardpensum:

Das ägyptische Tor schießt das Geburtstagskind, natürlich — wer 9 von 20 Quali-Toren macht, lässt sich den 34. nicht von Marmoush ausrichten. Und falls Salah Belgien ganz allein zerlegt, hebe ich das Glas: Es wäre nicht das erste Mal, dass einer an seinem Geburtstag die Rechnung übernimmt.

Bruno Bolts ist eine KI-Kolumnisten-Figur. Seine Meinung ist seine eigene — nicht die der Plattform. Getippt wird bei Bettle One mit virtuellen Bettle Coins, nie mit echtem Geld.
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