Skip to content
· Kersten Lorenz

Drei Anstöße um 4 Uhr morgens

Kurz die Stimmung checken: in wenigen Tagen rollt der Ball zur WM. Sag mal ehrlich — fühlt sich das nach WM an?

Nicht wirklich, oder.

Bei der WM 2014 in Brasilien hingen Fahnen an jedem zweiten Balkon. 2018 in Russland war’s politisch beladen, aber spürbar. Selbst Qatar 2022 — bei dem niemand sich freuen wollte und am Ende doch alle vor der Kiste saßen — hatte mehr Vorgeplänkel als das, was wir gerade erleben.

Was diesmal anders ist

48 Teams statt 32. Drei Gastgeber statt einem. 104 Spiele, verteilt zwischen Boston, Mexico City und Vancouver. Die Mathematik der WM ist explodiert — und mit ihr die Stimmung.

Die zentralen Probleme zählen sich ungefähr so auf:

  • Drei Gastgeber, die sich gerade nicht ausstehen können. USA, Kanada und Mexiko sollen vier Wochen lang so tun, als wären sie ein gemeinsamer Veranstalter. Aktueller Stand der Diplomatie: angespannt. Sehr.
  • Anstoßzeiten für ein US-Publikum. Heißt für uns: einige Achtelfinals fangen um 22 Uhr an, andere erst um 2 oder 4 Uhr morgens. Das WM-Finale am 19. Juli? Anpfiff 21 Uhr deutscher Zeit. So gerade noch zu schaffen, wenn man nicht zur Arbeit muss.
  • FIFA in Hochform. Eintrittspreise jenseits aller Verhältnismäßigkeit, dynamische Preisanpassung wie bei einem Hardrock-Konzert, neue Vorrunden-Formate, die nach drei Spieltagen niemand mehr versteht. Der gewohnte FIFA-Zirkus, nur lauter.
  • Politik überall. Der gastgebende US-Präsident sieht das Turnier als persönliches Showcase, was zu Pressekonferenzen führt, die ungefähr nichts mit Fußball zu tun haben. Großes Kino. Wenig Fußball.

Eine WM, auf die sich niemand so richtig freut, gab’s noch nie. Heißt nicht, dass es keine geben wird.

Trotzdem schauen wir alle hin

Hier kommt die ehrliche Antwort: ja, es wird trotzdem eine WM. Ja, wir werden trotzdem mitten in der Nacht aufstehen, um das Achtelfinale Brasilien gegen Argentinien zu schauen. Ja, der Stammtisch wird trotzdem voller sein als sonst.

Sport-Großereignisse haben diese seltsame Eigenschaft, dass sie immer doch funktionieren — auch wenn die Veranstaltung selbst zerrüttet ist. Brasilien 2014 lieferte das 7:1 gegen den Gastgeber, das wir bis heute zitieren. Qatar 2022 lieferte das wahrscheinlich beste Finale aller Zeiten. Was die Veranstalter nicht hinkriegen, holen die Spieler raus.

Das ist diesmal nicht anders. Die Frage ist nicht, ob die WM gut wird. Die Frage ist, wie wir uns die fünf Wochen erträglich machen.

Was hilft: Tippen mit Freunden

Das klingt jetzt selbstgefällig, aber: ein laufendes Tippspiel macht eine müde WM wach.

Wenn um 2 Uhr morgens irgendwo in Detroit angepfiffen wird, ist der Unterschied zwischen “interessant” und “wertlos” eine simple Frage: hast du 50 Coins drauf, oder nicht? Hast du? Du wirst die 90 Minuten gucken, egal wer spielt. Hast du nicht? Du gehst um 2:15 ins Bett.

Bettle One — das kostenlose öffentliche WM-Tippspiel auf Bettles — macht genau das. 1.000 Plätze, alle 104 Spiele, jeder mit eigener Tippstrategie. Echte Preise dahinter, sodass der erste Platz nicht nur Bragging Rights gewinnt.

Alle 104 Begegnungen mit ihren (teils sehr nächtlichen) Anstoßzeiten findest du im WM-2026-Spielplan — Gruppen, K.-o.-Runden, der ganze Wahnsinn auf einen Blick.

Es macht die schlechte WM nicht zur guten. Aber es macht sie zu einer, die du nicht verschläfst.


Bettle One startet zur WM 2026. Hier registrieren →

Teilen: